
Im Südwesten der Provinz Lecce bei Nardò liegt der Regionalpark Portoselvaggio mit seinen über 400 ha großen Naturschutzgebiet. Die Strände an diesem Abschnitt der Ionischen Küste erhalten seit Jahren Bestnoten von Seiten des italienischen Umweltverbandes Legambiente.
In einer beeindruckender Naturlandschaft aus bizarren Felsklippen, duftender Macchia, sandigen Buchten und diamantenem Meer kann man hier unbeschwert wunderschöne Urlaubstage genießen.
Neben Badesachen und Taucherbrille sollten auch Wanderschuhe eingepackt werden: es gibt viel zu entdecken, z.B. die Baia dell'Uluzzo mit ihren drei Grotten. Hier wurden 40.000 Jahre alte Siedlungsspuren aus der Zeit der Neandertaler entdeckt.

Nur unweit des Regionalparks Portoselvaggio liegt Gallipoli. Griechen nannten die vor über 2.500 Jahren gegründete Stadt kale polis, zu deutsch: die schöne Stadt. Wie ein Schiff aus Stein ragt die zauberhafte Altstadt auf der schmalen Festlandspitze ins Meer.
Im 17. und 18. Jahrhundert galt Gallipoli als der wichtigste Ölhafen im Mittelmeer. Apulisches Olivenöl nutzte man zu jener Zeit als Lampenöl. Städte wie Amsterdam, London und St. Petersburg leuchteten sprichtwörtlich durch die Stadt an der Ionischen Küste auf - ein hochinteressantes Kapitel europäischer Wirtschaftsgeschichte. Heute können Sie diese Spuren verfolgen im frantoio ipogeo, einer unterirdischen Ölmühle, die heute als Museum genutzt wird.