

Der Küstenort Santa Maria di Leuca liegt "finibus terrae", zu deutsch: am Ende der Welt. Dies trifft vielleicht nicht mehr ganz auf unser heutiges Weltbild zu, doch zumindest ist Santa Maria di Leuca der südöstlichste Punkt Italiens.
Hier am Capo Santa Maria di Leuca treffen Adriatisches und Ionisches Meer zusammen und die Italiener wählen ihren Badestrand je nach Windrichtung mal auf der einen, mal auf der anderen Seite.
Gemauerte Badehäuschen aus der Zeit zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert zeigen, dass ein gepflegter Badeurlaub hier eine lange Tradition hat.
Damals bauten sich reiche Städter schmuckvolle Häuser am Meer, um dort die Sommerfrische zu verbringen. Auch heute noch zieren die orientalisch-verspielten Jugendstilvillen den Ort und verleihen ihm ein ganz individuelles Flair.

Santa Maria di Leuca ist ein wahrhaft geschichtsträchtiger Ort: an diesem Küstenabschnitt landete der Legende nach einst der Gründervater des römischen Volkes Äneas. Auch der Heilige Petrus soll von hier aus die Missonierung Italiens begonnen haben.
Von der Besiedlung des Ortes seit dem 13. Jahrhundert vor Christus zeugen die Reste eines befestigen Hüttendorfes, die in der Nähe des „Faro“, des Leuchtturms, ausgegraben wurden.
Seinen Namen verdankt Santa Maria di Leuca der gleichnamigen spätbarocken Basilika, welche an der gleichen Stelle errichtet wurde, an der sich vormals ein der Minerva geweihter Tempel befunden hatte.